Tropen- und Reisemedizinische Beratung Freiburg
 
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Tropen- und Reisemedizinische Beratung
Sonnenschutz

Der Sonnenbrand zählt zu den häufigsten klimabedingten Gesundheítsstörungen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um so höher ist, je öfter die Haut vor dem 18. Lebensjahr durch Sonnenbrände geschädigt wurde.
Vermeiden Sie daher jeden Sonnenbrand!


Regeln zum Sonnenbaden:
  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen. Erstes Sonnenbad im Schatten nehmen!
  • Richten Sie die Länge des Sonnenbades nach Ihrem Hauttyp!
  • Mittags zwischen 11.30 Uhr und 15.00 Uhr nur im Schatten aufhalten. Halten Sie am besten eine Siesta!
  • Verwenden Sie Ihr Sonnenschutzpräparat 20-30 Min. vor dem Sonnenbaden.
  • Auch wiederholtes Auftragen auf die Haut verlängert nicht die Schutzzeit, ist sie einmal ausgenutzt, sollten Sie sich für den Rest des Tages in den Schatten begeben.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden UVA- und UVB-Lichtschutzfaktor und verwenden Sie beim Baden ein wasserfestes Produkt.
  • In vielen subtropischen und tropischen Länder ist die Verwendung eines Kombinationspräparates Sonnen- und Insektenschutz sinnvoll und hilfreich. Beachten Sie, daß sich der angegebene Lichtschutzfaktor dabei um 1/3 vermindert.
  • Besonders exponierte Stellen wie Nase, Ohren, Schultern, Fußrücken, Dekolleté und ggfs. Kopfhaut besonders schützen!
  • Make-up, Parfum und Deodorant können unter UV-Strahlung bleibende Pigmentveränderungen verursachen. Also weglassen!
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, fragen Sie Ihren Arzt, ob diese möglicherweise die Lichtempfindlichkeit erhöhen und unerwünschte Hautreaktionen auslösen können.
  • Schützen Sie Ihre Haut auch beim Strandspaziergang durch luftige Kleidung und Sonnenhut!
  • Trinken Sie reichlich!

Ist es doch passiert - was tun? Erste Hilfe bei Sonnenbrand:

leichter Sonnenbrand - leichte Hautrötung:
    - hautberuhigende Aprés-Soleil-Produkte lindern das Brennen

mäßiger Sonnenbrand:
    - lauwarmes Duschbad, Umschläge mit kaltem Wasser
    - kalter Wickel mit Essigwasser oder Schwarztee, Quark oder Joghurt
    - anschließend Après-Soleil-Produkte auftragen

starker Sonnenbrand:
    - Arztbesuch zu empfehlen.

Meiden Sie bei bereits vorhandenem Sonnenbrand die Sonne, bis die Haut sich wieder erholt hat.


Sonnenallergie:
  • vorsorglich Haut langsam an die Sonne gewöhnen
  • hypoallergenen Sunblocker mit lückenlosem UVA/UVB-Schutz und hohem Lichtschutzfaktor verwenden
  • keine Kosmetika benützen

Starke Wintersonne:

Viele Menschen fahren jetzt in den Winterurlaub im Schnee. Beim Skifahren in alpinen Höhen ist die Haut extremen Bedingungen ausgesetzt. Pro 1.000 Höhenmetern nimmt die UV-B Strahlung um 15-20% zu. Vor allem die Gesichtshaut ist zusätzlich großer Kälte, starkem Wind und trockener Luft ausgesetzt. Während einer Skiabfahrt kann durch die Windgeschwindigkeit die Temperatur auf der Hautoberfläche kurzfristig auf Minus 50 Grad Celsius (C°) absinken (bei minus 20 C° und 70 Stundenkilometer (km/h))!

Achtung:
Wegen der Kälte wird die intensive Sonnenstrahlung nicht so stark wahrgenommen - die Gefahr des Sonnenbrandes steigt!

Wichtig ist, ein Sonnenschutzmittel mit ausreichendem UVA- und UVB-Lichtschutzfaktor etwa eine halbe Stunde vor dem Pistengang aufzutragen.

Dabei ist zu beachten:
  • Cremes eignen sich im Winter besser als Lotion, Milch und Gele, da sie die Haut weniger austrocknen. Durch den Wind und die extrem trockene Luft im Hochgebirge wird die Haut sowieso bereits ausgetrocknet. Zudem besteht die Gefahr von Erfrierungen, wenn die Haut zuviel Wasser aufnimmt. Eine fetthaltige Creme bietet zudem einen guten Kälteschutz.
  • Nase, Ohren und Lippen müssen besonders gut geschützt werden, am besten durch einen Sunblock-Stift (LSF 60/UV-A-Faktor 20). Er schützt vor dem sog. "Gletscherbrand", der durch eine Aktivierung von Herpesviren an den Lippen entsteht, wenn die starke UV-B-Strahlung die lokale Immunabwehr herabsetzt und zu juckenden "Herpesbläschen" und offenen Wunden führt.
 

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