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Marburgvirus - Infektion nach Uganda-Reise
Stand 13. Juli 2008

Am 10.07.2008 hat sich der Verdacht einer Infektion mit Marburg-Virus beim Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg bestätigt. Die Reisende aus den Niederlanden war zuvor 3 Wochen lang durch Uganda gereist und hatte dabei auch 2 Höhlen in Uganda, eine Höhle in Fort Portal in West - Uganda und die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald, einem Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes, besucht. In der zweiten Höhle befanden sich Fledermäuse. Fledermaus-Spezies gelten in Afrika als potentielle Träger des Marburg-Virus. Es ist das erste Mal, dass ein Reisender ein Filovirus aus Afrika nach Europa importiert hat.

Aus diesem Grund weist das Robert-Koch-Institut (RKI) ausdrücklich darauf hin, dass im Falle einer tatsächlichen Übertragung des MHF in einer der Höhlen möglicherweise auch andere Touristengruppen gefährdet sein könnten. Das RKI empfiehlt daher, diese und auch ähnliche Höhlen zu meiden.

Zur Marburg-Virus-Infektion
Übertragung:
normalerweise durch direkten, engen Kontakt mit erkrankten Patienten, deren Blut, Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen; ein Ansteckungsrisiko besteht auch in Krankenhäusern, in denen MHF-Kranke behandelt werden. Nach Aussagen des RKI scheint bei einem gelegentlichen oder zufälligen Zusammentreffen mit einem Kranken, ohne den beschriebenen direkten Kontakt, nach derzeitigem Wissensstand keine Übertragung des Virus zu erfolgen. Möglich scheint eine Übertragung des Virus auch aerogen (durch die Luft).

Krankheitsbild:
die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage, danach beginnt die Erkrankung mit grippeähnlichen Beschwerden und hohem Fieber, anschließend eventuell Hautausschlag Rachenentzündung, Brustschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Es kommt zur Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit Gelbsucht, Blutungen und Organversagen. Die Sterblichkeit beträgt zwischen 25% und 80%.
 

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