Reisewarnung des Auswärtigen Amts für die Ost-Türkei
Stand 19. Juli 2008
Anlässlich der Entführung dreier deutscher Staatsangehöriger am Berg Arafat von Personen, die sich als Kämpfer der PKK ausgaben, hat das Auswärtige Amt folgende Reisewarnung ausgesprochen:
„Von Reisen in die östlichen Provinzen der Türkei, insbesondere die Provinzen Hakkari, Sirnak, Mardin, Siirt, Van, Agri und Igdir wird dringend abgeraten.
Infolge der deutschen Maßnahmen gegen den PKK-nahen kurdischsprachigen TV-Sender Roj-TV liegen Gefährdungshinweise vor. Es besteht die Gefahr, dass Deutsche, insbesondere Individualreisende, in diesen Provinzen Opfer von Racheaktionen (Anschläge, Überfälle, Entführungen) durch PKK-Terroristen werden könnten.“
Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zur Sicherheitslage in der Türkei:
„Am 03. Januar 2008 wurde im Stadtzentrum von Diyarbakir im Südosten der Türkei ein Sprengstoffanschlag verübt, bei dem zahlreiche Menschen getötet und verletzt wurden.
Schon in der Vergangenheit kam es mehrfach zu Sprengstoffanschlägen mit Toten und Verletzten. Betroffen waren u.a. die Städte Ankara, Istanbul, Cesme und Kusadasi. Zu einer Anschlagserie im Sommer 2006 in verschiedenen Touristenzentren hat sich Medienberichten zufolge eine gewalttätige Splittergruppe der terroristischen PKK bekannt. Sie droht mit weiteren Anschlägen.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind im ganzen Land auf hohem Niveau. Reisenden in der Türkei wird auch weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten.“
Informationen finden Sie auf den Internetseiten des
Auswärtigen Amts.